Schlecht geträumt? 10 Anti-Alptraum-Tipps für Euer Kind.
9. Dezember 2014   //   By:   //   Erziehung   //   No Comment

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Alpträume – jeder von uns kennt sie – die Störenfriede des ruhigen Schlafs. Leider sind auch unsere Kinder von diesen furchteinflößenden Zwischenfällen betroffen und können sich unterschiedlich stark äußern. Für Eltern gar nicht so leicht, (kleinen) Kindern zu erklären, was da gerade mit ihnen passiert ist, bzw. die Angst vor dem Einschlafen gar nicht aufkommen zu lassen.

Deshalb haben wir uns mal nach ein paar Anti-Alptraum-Tipps für Euch umgeschaut – vielleicht hilft Euch der ein oder andere für ein paar entspannte Nächte..

1. Stress-Auslöser vermindern

Stress ist leider einer der Gründe für Alpträume oder schlechtes Einschlafen: Viele Stress-Faktoren werden vielleicht von Eltern gar nicht als solche wahrgenommen oder wissen gar nichts davon (z.B aus der Kita). Auch Veränderungen im Leben des Kindes , ob Entwicklungsschübe, Töpfchen-Training, neue Menschen im Umfeld, neue Gewohnheiten im familiären Umfeld können solche Stress-Auslöser sein. Bitte denkt auch immer darüber nach, was das Kind vielleicht indirekt von Euch oder Euren Gesprächen mitbekommt, was ihm Angst machen könnte. Viele Kinder fangen auch Stimmungen der Eltern auf und wissen nicht, wie sie damit umgehen können. Sollten Einschlafprobleme oder Alpträume auftreten, beleuchtet doch einmal Euer aktuelles Leben, hat sich etwas verändert? Vielleicht ist der Auslöser so schnell gefunden und kann abgemildert werden.

2. Nähe geben

Sowieso elementar im Leben jeden Kindes ist Eure Nähe. Aber gerade, wenn ein Alptraum auftritt, wird diese in besonderem Maße benötigt. Nähe und Trost ist in den meisten Fällen schon sehr hilfreich. Beruhigende Worte und sanftes Streicheln gibt dem Kind ein wunderbares Gefühl der Geborgenheit. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wenn das erste Trösten nichts hilft, unser Kind mit ins Elternbett zu nehmen. Dort kann dann ganz viel Nähe aufgetankt werden. Und wenn viele befürchten, es könnte dann eine dankbare Gewohnheit der Kinder werden: Ich glaube Kinder wissen instinktiv, wie viel Nähe sie benötigen.

3. Abendliche Rituale schaffen

Kinder benötigen Rituale. Das Abend-Ritual ist dabei wohl eines der wichtigsten. Es gibt dem Kind Sicherheit, welches ein Gefühl von innerer Ruhe gibt. Es weiss, worauf es sich einzustellen hat. Ein schönes Ritual am Abend kann dem Kind nach einem – vielleicht anstrengenden Tag – das nötige Gefühl von Liebe und Geborgenheit geben. Wie so etwas abzulaufen hat, ist Eurer Phantasie überlassen. Es sollte zu Euch und Eurem Kind passen. Mag es Wasser – wie wäre es mit einem regelmäßigen Gute-Nacht-Bad, vielleicht sogar mit einem passenden Entspannungsduft? Liebt Euer Kind Geschichten? Es gibt wunderbare Bücher mit Gute-Nacht-Geschichten. Achtung: Nicht jedes Buch passt zu jedem Kind! Das eine möchte Abwechslung und lebendige Geschichten, das andere Kind benötigt jeden Abend die gleiche Geschichte – achtet darauf, was Euer Kind gerade mag, da kann es auch das Weihnachtsbuch in der Sommerzeit sein:-)
Gute Erfahrungen habe ich auch damit gemacht, nach gemeinsamen Singen und Geschichte noch ein paar Minuten im abgedunkelten Zimmer zum Zuhören da zu sein. Oft benötigen Kinder diesen geschützten Raum, um Erlebnisse des Tages loszulassen. So können Ängste schon vor dem Einschlafen verarbeitet werden.

4. Miteinander reden & sich einfühlen

Wenn das Kind schlecht träumt, braucht es ein Gefühl von Sicherheit und Einfühlsamkeit. Wenn es möchte kann es ruhig erzählen – bitte zuhören, auch wenn einem selber der Traum nicht angsteinflößend erscheint. Gebt Eurem Kind das Gefühl, dass Ihr seine Ängste ernst nehmt, so wird es Euch sicher anvertrauen, was es erlebt hat. Auch tagsüber könnte der böse Traum nochmal Gesprächsthema sein, um dem Kind – je nach Alter- zu erklären, dass Träume Fantasien sind und keine reellen Geschehnisse.

5. Aktive Monstersuche

Manche Kinder mögen es, aktiv zu sein. Mit diesen könnt Ihr dann auf „Monstersuche“ gehen. Auch da ist Eure Phantasie gefragt, vielleicht hat Euer Kind ja sogar eigene Ideen dafür? Ob es das „Anti-Monster-Spray“ ist oder das Monster gejagt werden soll, welches Licht hasst – es gibt viele Möglichkeiten, dem Kind das Gefühl zu geben, das die Monster keine Macht haben und weggezaubert werden können.

6. Spirituelle Hilfe nutzen

Ist der Glaube oder andere spirituelle Rituale Teil Eures Familienlebens? Dann könnte auch das ein Weg für Euch sein. Ein selbst ausgedachtes Gebet vor dem Schlafengehen oder ein indianischer Traumfänger, der die bösen Träume fernhält könnte helfen, mit dem Thema „Alpträume“ fertig zu werden. Auch ein toller Schutzengel, der das Kind sich selbst aussuchen kann, könnte die gewünschte Wirkung erzielen.

7. Sicherheits-Faktoren schaffen

Es gibt viele Möglichkeiten, Eurem Kind ein Gefühl von Sicherheit zu geben, um ihm beim Einschlafen zu helfen und gar keine Angst aufkommen zu lassen. Eine tolle Möglichkeit ist z.B ein Nachtlicht, welches das Kind in den Schlaf begleitet, und auch idealerweise nachts ein tröstender Begleiter sein kann. Hier möchte ich Euch einen besonderen Tipp geben: LED-Nachtlichter als Disney Figuren, die sicher allen Kindern bekannt sind. Die Nachtlichter sind knautschfähig (toll für kleine Kinder) und werden mit einem Akku betrieben. Tagsüber können sie für ihren nächsten nächtlichen Einsatz kabellos über eine Induktionsladestation neue Energie tanken und für die Nacht überall platziert und sogar mit ins Bett genommen werden.

lampen

So sind die Leuchten immer einsatzbereit und es stört kein Kabel. Durch kurzes kippen lassen sie sich kinderleicht ein- und ausschalten. Für das Licht sorgt ein LED-Modul, das kaum Wärme entwickelt und nicht ausgetauscht zu werden braucht. Außerdem haben die Leuchten keine Kleinteile, die sich ablösen, gefährliche Spitzen oder scharfe Kanten.Darüber hinaus sind sie sind frei von Schadstoffen.

Meiner Tochter habe ich die Minnie Maus ins Zimmer gestellt und es war Liebe auf den ersten Blick! Einziger Punkt, der zu beachten ist: Sollte Euer Kind nur bei sehr gedämpften Licht schlafen können, ist diese Lampe nicht gut als Nachtlicht geeignet, da sie doch sehr hell scheint.

Weitere Sicherheits-Faktoren können natürlich neben Nachtlampen auch das Lieblings-Stofftier oder die Sterne an der Decke sein. Denkt auch hier darüber nach, was Eurem Kind besonders viel Sicherheit sein könnte – notfalls auch das Shirt von der Mama 🙂

8. Kreative Verarbeitung

Habt ihr ein kreatives Kind? Dann wäre sicher auch das Malen oder Beschreiben des Traums eine gute Möglichkeit, den Schrecken zu nehmen. Vielleicht kann man den Traum dann sogar abwandeln und ihn zu einer schönen Geschichte machen. Auch Monster müssen ja gar nicht angstmachend sein, sondern können sehr niedliche Monster sein:-)

9. Medien nutzen

Manche Kinder nutzen spezielle Einschlaf-CDs um gut einschlafen zu können. Es gibt sogar spezielle Entspannungs-CDs für Kinder, wie zum Beispiel „Ganz entspannt im Traumland“ von Sabina Pilguj, einer Kinderyogalehrerin. Auf der CD sind Geschichten und Lieder, die Kindern helfen sollen, ihre Ängste und Spannungen zu lösen.

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Ein weiterer Tipp von mir das Buch “ Träumen auf der Mondschaukel: Autogenes Training mit Märchen und Gute-Nacht-Geschichten“. Kinder, aber auch Erwachsene, erleben hier absolute Entspannung, Abbau von Stress und eine tiefe Ruhe. Hierbei kann man sich erholen und in die Welt der Phantasie eintauchen.

Wer reine Gute-Nacht-Geschichten sucht, ist hiermit sicher gut bedient: „3-Minuten-Vorlesegeschichten für gute Träume“. Das Buch mit über 50 kurzen Geschichten eignet sich bestens zum abendlichen Vorlesen und Kuscheln und entführt die kleinen Zuhörer ins Land der Träume.

10. Professionelle Hilfe

Wenn alle diese Tipps gar nicht helfen und Ihr das Gefühl habt, dass Angst oder Stress die Alpträume auslösen, solltet Ihr vielleicht den Kinderarzt oder einen Fachmann Eures Vertrauens dazu befragen. Möglicherweise deuten die Träume dann auf eine psychologische Situation hin, die besprochen werden sollte. Er kann dann auch die beste Vorgehensweise festlegen, wie die Alpträume besiegt werden können.

Wir hoffen, der ein oder andere Tipp findet in Euer Kinderzimmer und verscheucht die Alpträume daraus! Habt Ihr Tipps zum Thema „Einschlafen und Alpträume“? Wir freuen uns über Eure Ideen!

 

 

Dieser Beitrag wird durch (Produkt)Sponsoring unterstützt.
Bildrechte: Philips Lighting, Sabina Pilguj, www.fischerverlage.de, www.loewe-verlag.de

Martina
About the Author :

Martina Klank ist die Gründerin von wunderherz.de und Geschäftsführerin der familiengeführten Werbeagentur. Sie schreibt regelmäßig auf dem wunderherz-blog zu verschiedenen Themen. Martina ist Mutter einer kleinen Tochter - Hannah Malea (2,5) und wohnt im schönen Herborn. Mehr über Martina unter www.klank-media.de

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