Ein Geschenk von Herzen…
28. Januar 2014   //   By:   //   DIY   //   No Comment

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Zur Taufe meiner Kleinen, haben wir von ihrer Patentante ein ganz tolles Geschenk bekommen, was ein echtes Highlight war und sicher im Rückblick eine besonders schöne Erinnerung an einen schönen Tag sein wird. Speziell für unser Magazin hat die „Künstlerin“ 🙂 mir den Zeitplan und das Rezept verraten, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Hier also eine grobe Anleitung sowie der Ablaufplan von Jennifer Klank, unserer tollen „Hobby-Konditorin“:

Der Zeitplan:

  • 2 Wochen vorher den Kuchen, die Füllung und die Ganache herstellen und den Kuchen somit zusammensetzen
  • 1 Woche vorher die Zutaten für die Dekoration (den Fondant) und die Ganache kaufen und Fondant + die Dekoration herstellen
  • 3 Tage vorher alle Zutaten kaufen für Kuchen und Füllung und die Ganache herstellen. Die Schablone für die Schrift erstellen
  • 2 Tage vorher den Kuchen backen und die Buttercreme vorbereiten
  • Am letzten Tag den Kuchen halbieren und mit Buttercreme füllen, mit Ganache einstreichen, mit Fondant eindecken und mit der Dekoration verzieren

 

Achtung Stolperfalle: Auch wenn die Liste sehr kurz erscheint: Bitte den Aufwand nicht unterschätzen. Jeder Schritt benötigt Geduld und ein grosses Stück Perfektionismus, da geht die Zeit schneller um als gedacht. Hier das Rezept für den Fondant:

Rezept Fondant:

  • 450g  Marshmallows
  • 1kg     Puderzucker
  • 3EL    Wasser
  • Palmin Soft (für die Hände zum einfetten)

 

  1. Marshmallows und das Wasser in eine mit Palmin eingefettete Schüssel geben und über dem Wasserbad zum schmelzen bringen. Zwischendurch immer wieder umrühren bis alles aufgelöst ist.
  2. Auf eine Arbeitsfläche 500g Puderzucker zu einem Haufen sieben und die Marshmallow-Masse darauf geben. Die Hände etwas mit Palmin Soft einfetten und die Masse mit dem Puderzucker verkneten. Vorsicht, sehr klebrig!!!
  3. Nach und nach den restlichen Puderzucker unter kneten, bis die Masse keinen Puderzucker mehr aufnimmt, nicht mehr an den Händen klebt und sich anfühlt wie ein zäher Kaugummi.
  4. Fertigen Fondant etwas einfetten, in Frischhaltefolie und einer luftdichten Dose aufbewahren (nicht im Kühlschrank. besser ist ein kühler Ort).

 

Für die Dekoration einen Teil von dem fertigen Fondant wegnehmen und diesen mit Wilton Gelfarben eingefärben. Damit die Dekoration jedoch auch standfest bleibt, ist Kukident Haftpulver extra stark unter geknetet. Ich habe mich natürlich vorher erkundigt. Eigentlich brauchte ich CMC, hatte dies aber nicht zu Hause und habe somit nach einer Alternative geschaut. In vielen Beiträgen habe ich gelesen, dass man auch Kukident verwenden kann, da dies zu 100%  aus CMC besteht. Naja, da die Dekoration eh hart wird, werden auch nicht viele auf die Idee kommen, die Dekoration zu essen, aber schädlich ist es nicht.)

Ich glaube ich habe zwischen 600 – 800 Blümchen in drei verschiedenen Größen und 2 verschiedenen Farben ausgestochen. Ich wollte das die Blumen plastisch wirken und nicht flach auf der Torte liegen. Danach kamen die Schuhe dran. Nach einer Schablone, die ich im Internet fand, habe ich diese Schuhe hergestellt. Alles schön fein säuberlich mit einem Skalpell ausgeschnitten und mit wenig Wasser zusammen geklebt. Auch hier ist Vorsicht geboten. Zuviel Wasser löst den Fondant auf! Allein für die Schuhe habe ich knapp 3-4 Stunden gebraucht. Für die gesamte Deko rechne ich 6-7 Stunden Arbeit. Die Deko habe ich an der Luft trocknen lassen. Mittlerweile bin ich etwas schneller geworden… Eines habe ich mir nur geschworen, solche Schuhe werde ich nie wieder machen 🙂 !

Drei Tage vor der Taufe habe ich dann meinen Einkauf erledigt und angefangen die Ganache herzustellen. Dies war kein großer Aufwand muss ich sagen und ging Ruck Zuck.

Rezept Ganache:

  • 400g Zartbitterschokolade
  • 200g Sahne

 

1. Die Sahne in einem Topf erhitzen, jedoch nicht zum kochen bringen.
2. Die Zartbitterschokolade zerkleinern und in die erhitzte Sahne geben.
3. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat.
4. Die Ganache über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag ist sie hart geworden. Wenn man die Ganache benötigt, einfach die gewünschte Menge entnehmen und ganz kurz (10 Sekunden Takt) in der   Mikrowelle erwärmen, bis eine Nutella-artige Masse entsteht. Auch hier immer mal umrühren, nicht das es zu dünn wird.

 

Nachdem ich mit der Ganache fertig war, habe ich verzweifelt nach einer schönen Schrift für den Schriftaufzug gesucht. Ich hatte leider keine Ausstecher für die Schrift. Nach langem Suchen habe ich mir dann selbst eine Schrift hergestellt und diese aus Papier ausgeschnitten (heute weiß ich, dass Pappe die bessere Alternative gewesen wäre, da das Papier am Fondant kleben bleibt 🙂 .

Am vorletzten Tag habe ich dann den Schokobisquit hergestellt und die Buttercreme vorbereitet.

Rezept Schokobisquit:

  • 180g Zucker
  • 6 Eier 180g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 20g Kakaopulver (Backkakao)
  • 1Pck. Backpulver
  • 1Pck. Vanillezucker

 

1. Der Ofen sollte auf 160 Grad vorgeheizt werden
2. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Rand mit Butter einstreichen und mit Paniermehl auskleiden.
3. Den Zucker mit den Eiern schaumig rühren bis die Masse weißgelb wird.
4. Die trockenen Zutaten miteinander vermischen und unter die Eier-Zucker Masse heben.
5. Auf der mittleren Schiene bei 160 Grad etwa 40 Minuten backen (Stäbchenprobe)

 

Die Buttercreme… mir liefen schon die Schweißperlen die Stirn hinunter. Ich erinnerte mich an die letzte Creme bei der Probe… Aber egal, ich musste sie diesmal irgendwie hinbekommen.

Rezept Buttercreme:

  • 250g Butter (Zimmertemperatur)
  • 1Pck. Puddingpulver Vanillezucker (Zimmertemperatur)

 

1. Den Pudding nach Packungsanleitung zubereiten und kalt rühren, damit sich keine Haut bilden kann.
2. Die Butter weiß-schaumig schlagen und nach und nach Esslöffelweise den erkalteten Pudding unter die Butter rühren. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Pudding und die Butter die gleiche Temperatur haben.
3. Die Creme dann auf den Tortenboden gleichmäßig verstreichen, den anderen Boden auflegen und im Kühlschrank für zirka 2 Stunden bis zur Weiterverarbeitung kalt stellen.

 

Am letzten Tag vor der Taufe… hoffentlich klappt alles so wie ich es geplant habe… Den Kuchen habe ich bis heute auskühlen lassen und erst jetzt halbiert. Danach habe ich die Buttercreme auf dem unteren Tortenboden verteilt, das andere Teil aufgelegt und in den Kühlschrank gestellt. In der Zwischenzeit habe ich die Ganache zum einschmieren der Torte vorbereitet. Der Kuchen wurde ringsum mit der leckeren Schokoladencreme eingeschmiert, die Unebenheiten wurden mit den Fingern ausgebessert und dann wieder kalt gestellt. Nun habe ich den Fondant stark durchgeknetet, bis er wieder etwas weicher wurde (Puderzucker auf der Arbeitsfläche verteilen und die Hände mit Palmin einfetten). Danach habe ich ihn mit dem Nudelholz bis zur gewünschten Größe ausgerollt. Auf das Nudelholz gewickelt habe ich dann den Kuchen damit eingedeckt und den Rand unten mit einem Messer abgeschnitten. Die Oberfläche habe ich mit den Händen glatt gestrichen.

So, dann kam nur noch die Deko- Ich dachte „prima, jetzt bist du gleich endlich fertig“ 🙂 … doch irgendwie war kein Ende in Sicht…
Aus einem Stück Lila ausgerollten Fondant habe ich die Buchstaben und Ziffern mit Hilfe meiner Vorlagen mit einem Skalpell ausgeschnitten. Puh, das hatte ich mir auch schneller und einfacher vorgestellt, aber ich hab es geschafft… Nun musste nur noch alles auf dem Kuchen platziert werden.

Nachdem ich fertig war, dachte ich mir zuerst „Wow, das machst du wohl nie wieder“ aber nach den staunenden Augen, Komplimenten (auch von gelernten Köchen und Bäckern) und die Bitte meiner Freunde, ihnen auch so etwas zu machen, war der ganze Stress vergessen und natürlich ist es nicht bei dem einen Kuchen geblieben 🙂

Danke Jenni – bis zum nächsten Kuchen für das nächste Familien-Event:-)

Bildergalerie:

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Martina
About the Author :

Martina Klank ist die Gründerin von wunderherz.de und Geschäftsführerin der familiengeführten Werbeagentur. Sie schreibt regelmäßig auf dem wunderherz-blog zu verschiedenen Themen. Martina ist Mutter einer kleinen Tochter - Hannah Malea (2,5) und wohnt im schönen Herborn. Mehr über Martina unter www.klank-media.de

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