Auszeit vom Mama-Alltag…gar nicht so schwer!
12. Mai 2015   //   By:   //   Mama-Welt   //   No Comment

auszeit

In den letzten Wochen ist in den Medien viel darüber geschrieben worden, wie anstrengend das Muttersein ist. Das ist mit Sicherheit oft der Fall, aber vielleicht könnte man diesem Gefühl auch rechtzeitig entgegenwirken, wenn man frühzeitig auch an seine eigenen Bedürfnisse denken würde. Das hört sich vielleicht egoistisch an, ist aber nicht so gemeint. Ich glaube, Kinder merken, wenn Mamas gestresst und überfordert sind und sich schlimmstenfalls sogar ein anderes Leben wünschen. Ich möchte Euch daher ein paar Gedanken mitgeben, die vielleicht ein Stück Auszeit bedeuten können, geistig oder auch körperlich.

1. Druck vermindern: Viele Mütter setzen sich innerlich hohem Druck aus: Überall will man 100%ige Leistung bringen. Als Mama, als Ehefrau, als „Frau von heute“, als Berufstätige. Das ist ganz schön viel, bedenkt man doch, wie wenig Zeit einem für diese unterschiedlichen Anforderungen bleiben, wenn man an einen normalen Alltag mit Kind denkt. Dazu kommt noch der Druck von außen: Die anderen Mütter („Die andere Mama leistet soviel mehr und bekommt alles so gut hin“), die Menschen im Umfeld, die genau beäugen, wie man erzieht und wie das Kind sich entwickelt – nicht zu vergessen die Arbeitgeber, die immer eine Top-Leistung fordern, egal wie die Nacht vorher gewesen ist und wie klein die Augen sind:-)

Ich finde: Sind wir doch mal ganz schön stolz auf das, was wir jeden Tag so hinbekommen und denken bloss nicht, dass andere alles soviel besser hinbekommen, oft sieht es hinter den Kulissen gaaaanz anders aus:-)

2. Momente geniessen: Ist man vielleicht gestresst, weil man auf dem Spielplatz schon an die Aufgaben denkt, die Zuhause noch auf einen warten, weil man gerade von der Arbeit kommt? Hier empfehle ich: Die richtigen Prioritäten zu setzen. Natürlich muss es Zuhause ordentlich und sauber sein, aber das kann man doch auch in Ruhe (soweit möglich) an einem Regentag machen. Stattdessen die wunderbaren Momente, die einem das Kind bereitet auch mit vollem Herzen geniessen. Diese Zeit ist soviel besser investiert als andere, weniger wichtige Aufgaben.

Hierzu ein wunderbares kleines Gedicht, was ich bei einer Freundin entdeckt habe:

Freund, wenn Du dieses Haus betrittst,
vieles nicht ganz sauber blitzt.
Du merkst, dass es hier Kinder gibt,
die man mehr als das Putzen liebt.

Da gibt es Spuren an den Wänden,
kreiert von flinken kleinen Händen.
Wir machen das mal später weg,
jetzt spielen wir zuerst Versteck.

Spielzeug liegt an jedem Ort,
doch eines Tages ist es fort.
Die Kinder sind uns nur kurz geliehen,
bis sie erwachsen von uns ziehen.

Dann wird auch alles aufgeräumt,
dann läuft der Haushalt wie erträumt.
Jetzt aber freuen wir uns an unseren Gören
und lassen uns dabei nicht stören.

In die Wohnung hängen und jeden Tag verinnerlichen, wenn man sich selber unter Druck setzt.

3. Zeit für sich einfordern: Gar nicht so leicht für viele Mamas, aber es ist wichtig, soweit es machbar ist (auch vom Alter) Zeit für sich selber einzufordern. Am Anfang werden die Kinder vielleicht etwas verdutzt schauen, aber was spricht dagegen, den Kindern beizubringen, das Mama sich jetzt einmal 10min ausruhen möchte? Man kann das Kind dazu einladen, es gleich zu tun – nebeneinander kuscheln oder Mama liest Zeitung, Kind schaut Buch an. Ich glaube, es ist wichtig, dass das Kind wahrnimmt, das Mama auch Bedürfnisse hat.

4. Sich selber neu entdecken: Oft fühlt man sich wie in einem Hamsterrad, jeden Tag die gleichen Aufgaben und oft wenig Neues an Input. Das kann innerlich schnell das Gefühl hervorrufen – wo ist mein altes Leben? Wie wäre es denn damit, nach eigenen neuen Interessen zu suchen? Vielleicht kann man diese ja sogar mit Kind verbinden, z.B sich sportlich betätigen (Laufrad-Kind, Inlineskates-Mama) oder Meditation lernen und üben während des Mittagsschlafs oder sogar abends, während man neben dem Bettchen sitzt „Mama bleibst Du noch bei mir“?
Vielleicht gibt es ja auch neue Seiten an Dir, die Du abends, wenn das Kind schläft, in Kursen, z.B VHS entdecken kannst.
Neue Seiten an sich zu entdecken, kann unglaublich befreiend wirken.

5. Auszeit nehmen: Natürlich kann man sich auch körperlich eine Auszeit nehmen: Wünscht Euch zum Geburtstag oder zu anderen Anlässen solche Dinge wie Wellnesstage, in denen Ihr Euch z.B ausgiebig massieren lassen könnt, oder wirklich mal richtig abtauchen könnt, z.B beim Floating – eine tolle Methode, mal eine Stunde die Welt hinter sich zu lassen und Leichtigkeit am eigenen Körper zu spüren. Könnt Ihr z.B bei www.mydays.de für Eure Region heraussuchen und den Link mal ganz unauffällug Eurem Liebsten schicken:-) So braucht er nicht lange überlegen, was er schenken könnte und das zehnte Parfüm anschleppen, sondern äußert Wünsche, die Euch wirklich guttun. Und wenn es Familien-Gutscheine sind: 5x Ausschlafen, Bügelhilfe, Babysitting, Friseurbesuch, Kosmetiker…..

6. Mehr mit Menschen umgeben, die Euch gut tun:
Die meisten von uns haben hunderte facebook-Freunde aber nur wenige Menschen, die einem wirklich guttun. Mit diesen solltet Ihr mehr Zeit verbringen. Diese geben Euch Kraft und bringen Euch auf andere Gedanken, wenn das nötig ist. Wenn es Euch schwerfällt, solche Menschen in unserer oberflächlichen Zeit zu finden: Seit etwas offener in dem, was in Euch vorgeht: Wenn Eurer Umfeld denkt, das man die 100%ige Powerfrau ist, die immer stark ist und alles im Griff hat, werdet Ihr mit Sicherheit nicht die Menschen finden, die man für sein wahres Inneres braucht.

Ich wünsche mir, dass vielleicht der ein oder andere Tipp für Euch dabei war und Ihr damit auch mal gedanklich oder auch körperlich aus dem doch oft anstrengenden Mama-Alltag ausbrechen könnt und negative Gedanken bezüglich Eures Mama-Seins gar nicht erst aufkommen müssen.

Habt Ihr noch weitere Tipps? Dann her damit 🙂

Martina
About the Author :

Martina Klank ist die Gründerin von wunderherz.de und Geschäftsführerin der familiengeführten Werbeagentur. Sie schreibt regelmäßig auf dem wunderherz-blog zu verschiedenen Themen. Martina ist Mutter einer kleinen Tochter – Hannah Malea (2,5) und wohnt im schönen Herborn. Mehr über Martina unter www.klank-media.de

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